Finanz Glossar

Finanzbegriffe & Glossar


Wichtige Finanzbegriffe in alphabetischer Form

Ablösung
Übernahme des geschuldeten Hypothekarbetrags von einem anderen Kreditinstitut.

Absicherung
Absicherung (Hedging) einer Risikoposition Agio Aufgeld, meistens in Prozent ausgedrückt, um das der Ausgabekurs eines festverzinslichen Wertpapiers über dem Nennwert liegt.

Aktie
Beteiligungspapier an einer Aktiengesellschaft. Der Aktionär nimmt an der Entwicklung des Unternehmens in Form von Kursgewinnen und –verlusten und auch durch Dividendenzahlungen teil.

Alterskapital
Einmalige Leistung, welche eine Vorsorgeeinrichtung Versicherten zum Zeitpunkt des Rücktrittsalters ausbezahlt.

Anleihen
Sammelbegriff für festverzinsliche Schuldverschreibungen mit vertraglich fixierter Tilgung.

Aktienoption
Eine Option auf dem Basiswert einer Aktie.

Amerikanische Option
Eine Option, die zu jedem Zeitpunkt zwischen Kauf und Verfallstag ausgeübt werden kann.

Annuitätsanleihe
Anleihen, deren Tilgung in gleich bleibenden Raten erfolgt.

Aktives Portfoliomanagement
Ein Portfolio, das eine bessere Performance als ein adäquater Vergleichsmaßstab (Benchmarkportfolio) erzielen soll.

Aktienfonds
Anlagefonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien investiert. Z.B. Länderfonds, Regionenfonds und Branchenfonds.

Assoziiertes Unternehmen
Unternehmen, das kein Tochterunternehmen noch ein Anteil an einem Joint Venture ist, auf das ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird und dessen Beteiligungsquote mindestens 20 % beträgt.

Bankkonto in der Schweiz
Grundsätzlich kann jede Person ein Bankkonto in der Schweiz eröffnen.

Baisse
Anhaltend starker Kursrückgang.
Basispunkt Renditen und Zinssätze werden oft in Basispunkten angegeben. Ein Basispunkt entspricht einem hundertstel Prozent (0,01%).

Benchmark.
Maßstab, der als Vergleichsbasis für die Performance dient.

Beteiligungsergebnis
Anteilige Ergebnisse von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungsgesellschaften und assoziierten Unternehmen.

Beteiligungsgesellschaft
Unternehmen, auf das wegen einer Beteiligungsquote von unter 20% kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird.

Blue Chips
Aktien großer, meist international bekannter Unternehmen.

Bond
Anglo-amerikanische Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere.

Bonität
Hierunter ist die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers zu verstehen.

Bonitätsrisiko
Spiegelt die Gefahr von Wertverlusten aufgrund einer Verschlechterung des finanziellen Standings (Bonität, Kreditwürdigkeit) des Emittenten wider.

Bundesanleihen
Bundesanleihen sind von der Bundesrepublik Deutschland herausgegebene festverzinsliche Wertpapiere mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren und jährlicher Zinszahlung

Bundesobligation
Festverzinsliches Wertpapier mit einer Laufzeit von fünf Jahren; emittiert von der Bundesrepublik Deutschland.

Call
Eine Option, die dem Optionshändler das Recht, aber nicht die Verpflichtung einräumt, am oder bis zum Verfallstag den Basiswert zum Ausübungspreis zu kaufen. Auch Kaufoption genannt.

Cashflow
Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Abrechnungsperiode.

Dachfonds
Anlagefonds, der seine Anlagen auf die Anteile anderer Fonds beschränkt.

Delta
Das Delta gibt an, um welchen Wert sich der Wert eines Optionsscheines verändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes um eine Einheit verändert

Derivative Finanzinstrumente
Finanzprodukte, deren eigener Wert sich überwiegend vom Preis, von den Preisschwankungen und Preiserwartungen des zugrunde liegenden Basisgeschäfts ableitet, ohne dass dieses Grundgeschäft selbst getätigt werden muss.

Devisen
Forderungen, die auf Fremdwährung lauten und im Ausland zahlbar sind.

Dollar-Anleihen
Festverzinsliche Wertpapiere in US-Dollar von amerikanischen oder international agierenden Emittenten.

EBIT
Abkürzung für „Earnings before Interest and Taxes“. Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

EBITDA
Abkürzung für „Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation“. Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Vermögenswerte und Goodwill einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

Effekten
Andere Bezeichnung für Wertpapiere wie Aktien oder Obligationen.

Eigenkapitalquote
Anteil der Eigenmittel (= Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und kumuliertes übriges Eigenkapital) an der Bilanzsumme.

Eigenkapitalrendite
Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital des Unternehmens.

Effektivverzinsung
Die tatsächliche Verzinsung, die ein Wertpapier unter Berücksichtigung aller Ankaufs- und Verkaufsgebühren, des Erwerbs- und Rückzahlungskurses, eventueller Ab- oder Aufschläge, der Laufzeit und der Form der Tilgung usw. erbringt.

Europäische Option
Option, die nur am Ende einer Laufzeit ausgeübt werden kann.

Emittent
Schuldner der Anleihe.

Festgeld
Geldanlagen bei einer Bank mit einer festen Laufzeit und einem festen Zinssatz.

Geldmarkt
Markt für kurzfristige Gelder mit Laufzeiten bis höchstens 12 Monate. Zu den Geldmarktanlagen zählen Festgelder, Treuhand-Anlagen, Geldmarktpapiere und Anlagefonds im Geldmarkt.

Gemischter Fonds
Fonds, die sowohl Aktien- als auch Renten- und Immobilien-Werte enthalten können.

Genussscheine
Mischform zwischen Gläubigerpapier (z. B. Anleihe) und Teilhaberpapier (z. B. Aktie). Zusätzlich zum Anspruch des Gläubigerrechts auf Rückzahlung des Kapitals verbrieft der Genussschein eigentumsrechtliche Ansprüche, wie zum Beispiel eine Beteiligung am Gewinn.

Geschäftsbank
Eine privatrechtliche Bank (AG) im Besitz von Aktionären, welche Gelder zu Anlagezwecken entgegennimmt, industrielle Finanzierung vornimmt und Darlehen an Geschäftskunden gibt, sowie weitere Bankendienstleistungen bereitstellt.

Geschlossener Fonds
Anlagefonds in Gesellschaftsform mit fixem Kapital (in der Regel Aktiengesellschaft). Er ist nicht verpflichtet, ausgegebene Anteile auf Verlangen des Anteilinhabers zurück zu nehmen (In der Schweiz nicht zugelassen).

Hauptversammlung
Jährlich stattfindendes Treffen der Aktionäre, bei dem u.a. über die Verwendung des Bilanzgewinns entschieden wird.

Hausse
Anhaltend starker Kursanstieg.

Hebelwirkung
Die Schwankungen der Optionspreise sind überproportional größer als die der Basiswerte.

Hedge Funds
Pool von Anlagevermögen mit dem Ziel hohe Erträge zu erzielen. Kurzfristige, spekulative Positionen und Leerverkäufe dienen der Absicherung.

Hypothekenpfandbriefe
Schuldverschreibungen von Hypothekenbanken zur Finanzierung von Hypothekarkrediten.

Index
Eine Verhältniszahl zur Messung der Veränderung meist im Zeitablauf. Beispiele sind Aktienindizes und Preisindizes.

Industrie-Anleihen/-obligationen/-schuldverschreibungen
Sammelbezeichnung für alle Anleihen, die von Wirtschaftsunternehmen ausgegeben werden

Junge Aktien
Nach einer Kapitalerhöhung neu ausgegebene Aktien.

Junk Bonds
Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere, deren Schuldnerqualität als kritisch ist.

Kapitalanlagegesellschaft (KAG)
Rechtliche Definition für deutsche Fondsgesellschaften.

Kapitalerhöhung
Eigenkapitalerhöhung: Wer Aktien besitzt, bekommt ein Bezugsrecht, neue, junge Aktien billiger zu kaufen; so fließt dem Unternehmen Geld zu, das Eigenkapital erhöht sich.

Kassakurse
Einheitskurse: Einmal börsentäglich festgestellter Kurs, zu dem kleine Aufträge ausgeführt werden.

Konvertible Anleihen
Anleihen, deren Inhaber ein Umtausch- oder ein Bezugsrecht auf Aktien eingeräumt wird.

Länderfonds
Fonds, die nur in Aktien eines Landes investieren.

Leeverkauf
Verkauf von Wertpapieren, Waren, Devisen, Optionen und Futures- Kontrakten im Kassa- oder im Termingeschäft, die sich nicht im Besitz des Verkäufers befinden.

Langläufer
Als Langläufer werden festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die eine lange Laufzeit (i.d.R. länger als 10 Jahre) haben.

Liegenschaft
Immobilie, die durch Finanzinstitute finanziert werden kann.

Liquidität
Bargeld und andere Aktiven, die jederzeit ohne Verlust in Bargeld umgetauscht werden können. Liquidität bezeichnet auch die Fähigkeit, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können.

Obligation
Obligationen (Schuldverschreibungen/Anleihen/Rentenwerte) sind festverzinsliche Wertpapiere, die Forderungsrechte verkörpern. Durch eine Obligation verschafft sich ein Unternehmen oder der Staat Fremdkapital.

Offene Fonds
Anzahl der Fondsanteile nicht begrenzt. Sie sind meist börsentäglich zu verkaufen. Gegenteil: Geschlossene Fonds.

Option
Vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, die dem Käufer das Recht (nicht aber die Verpflichtung) gewährt, einen bestimmten Basiswert vom Verkäufer (dem Stillhalter) zu einem festgelegten Ausübungspreis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder während einer vordefinierten Zeitspanne zu beziehen.

Marktrisiko
Kursschwankungen aufgrund weltweiter Konjunkturbewegungen.

Nachrangige Anleihen
Anleihen, die bei einem Konkurs nach allen übrigen Gläubigern bedient werden.

Null-Prozent-Anleihe
Schuldverschreibung, bei der bis zu ihrer Fälligkeit keine Zinszahlung erfolgt. Die Zinsen werden in den Rückzahlungskurs eingerechnet.

Pfandbriefe
Schuldverschreibungen, die stets Immobilien als Sicherheit im Hintergrund haben.

Portfolio
Gesamtbestand an Wertpapieren eines Anlegers. Breit gestreutes Portfolio enthält Aktien, Anleihen, Immobilien und liquiden Geldanlagen.

Put
Ein Put (Verkaufsoption) gewährt dem Käufer das Recht (nicht die Pflicht), innerhalb einer bestimmten Zeit eine feste Anzahl eines bestimmten Basiswertes zu einem im Voraus fixierten Ausübungspreis zu verkaufen.

Quellensteuer
Steuer auf Einnahmen aus dem Kapitalvermögen, die direkt von den Einnahmen – an der Quelle - abgezogen wird.

Rating
Die standardisierte Bewertung der Kreditwürdigkeit (Bonität) eines Emittenten.

Rendite
Rendite Ist der Ausdruck für den tatsächlich erzielten Gewinn bei einem Investment.

Renten
Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere

Risikoprämie
Wenn der Ertrag einer Investition das vergleichbare Risiko übertrifft, spricht man von einer Risikoprämie.

Schweizer Bankgeheimnis
Ein Bankier, der ohne Einwilligung Angaben über Kunden offen legt, riskiert eine mehrmonatige Gefängnisstrafe. Ausnahmen: schwere Straftaten, wie z. B. Waffenschmuggel und Drogenhandel.

SMI
Swiss Market Index. Der SMI wird nach der Marktkapitalisierung der bedeutendsten an der Schweizer Börse notierten Unternehmen berechnet.

Schuldverschreibung
Oberbegriff für Anleihen, Obligationen und Kommunalobligationen.

Spread
Differenz zwischen Rendite und Zinskurve Steuerquote Ertragsteueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern.

Umsatzrendite
Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum Umsatz.

Thesaurierender Fonds
Legt alle Erträge sofort wieder in neue Fondsanteile an.

Volatilität
Die Volatilität ist ein Maß für die Schwankungen eines Kursverlaufs.

Währungsanleihe
Anleihe, die in einer anderen als der Landeswährung des Emittenten herausgegeben wird.

Zins
Zinsen sind der Preis für die Überlassung von Geld. Die Zins-Höhe berechnet sich aus: Risikoprämie, Inflationsprämie und einer Liquiditätsprämie.


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